Im Handwerksbetrieb ist die Stimme oft das wichtigste Werkzeug – und doch wird sie selten bewusst eingesetzt. Ob im Gespräch mit Mitarbeitenden, bei der Kundenberatung oder in der Abstimmung mit Partnern: Deine Stimme entscheidet maßgeblich darüber, wie souverän und überzeugend du wahrgenommen wirst. Gerade wenn der Betrieb wächst und die Anforderungen steigen, kommt es darauf an, in jeder Situation die passende Tonlage zu finden. Doch wie gelingt es, authentisch und wirkungsvoll zu kommunizieren, ohne sich zu verstellen? In diesem Artikel erfährst du, wie du deine Stimme gezielt als Führungsinstrument einsetzt, typische Stolperfallen erkennst und mit einfachen Mitteln mehr Wirkung erzielst – für mehr Klarheit, Motivation und Zusammenhalt im Team.
Im Handwerksalltag ist die Stimme ständig im Einsatz – beim Anleiten auf der Baustelle, im Kundengespräch oder bei der Teambesprechung. Der Gast in dieser Podcast Folge, Jutta Talley hat hierzu auch ein Fachbuch geschrieben: Überzeugend sprechen in Podcasts und Videos. Die Stimme wird oft als selbstverständlich betrachtet. Dabei ist sie das Werkzeug, das du immer dabeihast und das deine Wirkung nach außen prägt. Wer sich bewusst macht, dass die Stimme genauso trainiert werden kann wie handwerkliche Fähigkeiten, legt den Grundstein für überzeugende Kommunikation. Es lohnt sich, die eigene Stimme als Teil der Führungsarbeit zu sehen und gezielt einzusetzen.
Es gibt nicht die eine Stimme oder Sprechweise, die überzeugt – es kommt immer auf den Kontext und die Menschen an, die du erreichen willst.
Jutta Talley
Ob du mit einem Kunden verhandelst oder ein Teamgespräch führst – der Kontext bestimmt, wie du mit deiner Stimme überzeugst. Es gibt keine universelle Erfolgsstimme. Vielmehr solltest du dich fragen: Wen will ich erreichen? Was ist das Ziel des Gesprächs? Wer den Kontext berücksichtigt, kann gezielt zwischen sachlicher, motivierender oder beruhigender Tonlage wechseln. Das hilft, Missverständnisse zu vermeiden und die gewünschte Wirkung zu erzielen.
Überzeugend zu sprechen bedeutet nicht, sich zu verstellen. Im Gegenteil: Authentizität ist der Schlüssel. Deine sogenannte Wohlfühlstimmlage – also der Tonfall, in dem du dich entspannt und sicher fühlst – sorgt dafür, dass du souverän wirkst, ohne gekünstelt zu erscheinen. Diese Stimmlage lässt sich durch kleine Übungen, wie das bewusste Summen oder das Sprechen mit entspanntem Brustkorb, gezielt finden und trainieren. So bleibst du auch in stressigen Situationen bei dir und wirkst überzeugend.
Wenn ich verhindern will, dass die andere Person auf Abwehr geht, dann kann ich entspannt sprechen und in meiner Wohlfühlstimmlage bleiben.
Jutta Talley
Jeder kennt das: In der einen Situation tritt man souverän auf, in einer anderen fühlt man sich unsicher. Das liegt oft daran, dass wir in verschiedenen Rollen sprechen – als Chef, Kollege oder Dienstleister. Die gute Nachricht: Fähigkeiten aus einer Rolle lassen sich auf andere übertragen. Wer sich bewusst macht, in welchen Situationen er besonders überzeugend ist, kann diese Ressourcen gezielt nutzen, um auch in neuen oder ungewohnten Kontexten souverän zu bleiben.
Wir alle sind in Rollen unterwegs und die Chefrolle hat Vorteile – aber manchmal hilft es, Ressourcen aus anderen Situationen bewusst zu nutzen.
Jutta Talley
Sprechen ist mehr als Worte – es ist ein körperlicher Prozess. Wer angespannt ist, klingt oft gepresst oder unsicher. Umgekehrt wirkt eine entspannte, ruhige Stimme souverän und einladend. Kleine Übungen, wie bewusstes Atmen oder das Einnehmen einer aufrechten Haltung, helfen, die eigene Stimme zu stabilisieren. So kannst du auch in herausfordernden Gesprächen ruhig bleiben und deine Botschaft klar vermitteln.
Das Sprechen und Überzeugen ist etwas sehr Körperliches – entspannt und authentisch zu sprechen, kann man üben.
Jutta Talley
Oft nehmen wir unsere eigene Stimme anders wahr als unser Gegenüber. Deshalb lohnt es sich, regelmäßig Feedback einzuholen oder sich selbst aufzunehmen. So bekommst du ein realistisches Bild deiner Wirkung und kannst gezielt an deiner Kommunikation arbeiten. Gerade als Führungskraft ist es hilfreich, sich immer wieder zu hinterfragen: Kommt meine Botschaft so an, wie ich es beabsichtige? Kleine Anpassungen können hier einen großen Unterschied machen.
Manchmal ist es hilfreich, sich eine Rückmeldung einzuholen oder sich selbst aufzunehmen, um die eigene Wirkung besser einschätzen zu können.
Jutta Talley
Die Stimme ist ein mächtiges Werkzeug, das im Führungsalltag oft unterschätzt wird. Wer sie bewusst einsetzt, kann nicht nur klarer führen, sondern auch das Team motivieren und Kunden überzeugen. Entscheidend ist, die eigene Wohlfühlstimmlage zu finden, authentisch zu bleiben und sich regelmäßig Feedback zu holen. So gelingt es, auch in stressigen Situationen souverän zu kommunizieren. Probiere es aus – und höre gern in den Podcast mit Jutta Talley rein, wenn du noch mehr praktische Tipps für deinen Alltag willst. Teile die Folge, wenn sie dir gefallen hat!
Reflektiere regelmäßig, in welchen Situationen du dich mit deiner Stimme wohlfühlst, und übe gezielt, diese Wohlfühlstimmlage auch in herausfordernden Gesprächen einzusetzen – so überzeugst du authentisch und souverän.
Um deine Wohlfühlstimmlage zu finden, solltest du regelmäßig mit deiner Stimme experimentieren. Sprich laut und deutlich in verschiedenen Tonlagen und achte darauf, welche Stimmlage sich für dich am angenehmsten anfühlt. Eine gute Übung ist das Singen oder Vorlesen in einem ruhigen Raum, um ein Gefühl für die Klangfarbe deiner Stimme zu bekommen.
Techniken zur souveränen Stimmnutzung umfassen Atemübungen, um die Stimme zu stärken, sowie die Verwendung von Pausen und Betonungen, um wichtige Informationen hervorzuheben. Zudem kann das Üben von Dialogen in verschiedenen emotionalen Tonlagen helfen, die Flexibilität und Ausdruckskraft deiner Stimme zu erhöhen.
Achte darauf, authentisch zu bleiben und deine Stimme situationsgerecht einzusetzen. Reflexion über deine Kommunikationsweise ist wichtig: Überlege, wie du in verschiedenen Situationen sprichst und was du dabei fühlst. Authentizität schafft Vertrauen bei deinem Publikum.
In stressigen Situationen ist es hilfreich, tief durchzuatmen und sich bewusst Zeit zu nehmen, bevor man spricht. Reduziere deine Sprechgeschwindigkeit und achte darauf, klar und deutlich zu artikulieren. Diese Techniken helfen dir, auch unter Druck souverän und überzeugend zu kommunizieren.
"Bei Achim wusste ich gleich, dass ich viele Gleichgesinnte treffe!"
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