Achim Maisenbacher, Andreas Ogger

Vermögensaufbau für Handwerker: Investieren wie die Großen (ohne Baulärm)



Vermögensaufbau für Handwerker: Investieren wie die Großen
Warum erfolgreiche Unternehmer alternative Wege gehen sollten – und was ein ehemaliger Konzertgitarrist über echte Wertschöpfung weiß

Als erfolgreicher Handwerksunternehmer mit sieben oder mehr Mitarbeitenden kennst du das Hamsterrad: Zeit gegen Geld tauschen, 15-Stunden-Tage, ständig im Einsatz. Doch was machst du mit dem erwirtschafteten Vermögen? Die meisten denken sofort an Aktien, ETFs oder klassische Börseninvestments. Andreas Ogger, ehemaliger Konzertgitarrist und Osteopath, dachte das auch – bis er über Nacht erhebliche Verluste erlitt, trotz aller Absicherungsstrategien. Diese schmerzhafte Erfahrung wurde zum Wendepunkt seiner Karriere. Heute zeigt er erfolgreichen Unternehmern alternative Investmentmöglichkeiten jenseits der Börse, die echte Wertschöpfung ermöglichen. In dieser Episode erfährst du, warum die Börse nur Geld verteilt statt Werte zu schaffen – und welche unbekannten Wege dir als Unternehmer offenstehen, um dein Vermögen sinnvoll und zeitunabhängig aufzubauen.

 

Vom Hamsterrad zum finanziellen Wendepunkt: Eine ungewöhnliche Geschichte

Andreas Ogger war kein typischer Finanzexperte. Als klassischer Konzertgitarrist tourte er jahrelang durch Europa, parallel betrieb er sechs Jahre lang eine therapeutische Praxis als Osteopath in Stuttgart. „Das waren dann schon 15 Stunden am Tag, eigentlich mehr die Normalität“, erinnert er sich. Spätestens mit der Geburt seiner Tochter, als er 26 war, wurde ihm bewusst: Dieses klassische „Zeit gegen Geld“-Modell führt in eine Sackgasse. Wie viele Handwerksunternehmer auch, erkannte er, dass ohne seine Lebenszeit kein Geld fließt. Die Lösung schien klar: Er musste sich mit Geld und Investments beschäftigen. Doch statt sich die entscheidende Frage zu stellen – „Gibt es für Geld auch so eine Art Führerschein?“ – sprang er ins kalte Wasser. Er tat, was die meisten tun: Tipps von Freunden befolgen, auf Trends aufspringen, ohne fundierte Ausbildung investieren. Das Ergebnis: schmerzhafte Verluste, die jedoch paradoxerweise zum Katalysator seiner heutigen Expertise wurden.

„Ich habe mir gedacht, ich muss mich mit Geld beschäftigen. Und habe mir aber nicht die sinnvolle Frage gestellt vorher, gibt es vielleicht für Geld auch so eine Art Führerschein?“

— Andreas Ogger

Der große Börsenverlust: Wenn alle Absicherungen versagen

Andreas Ogger war durchaus erfolgreich an der Börse unterwegs – sechs bis sieben Jahre lang entwickelte er Strategien, setzte Absicherungen ein und glaubte, das Spiel verstanden zu haben. Dann kam der Schock: Ein besonderes Market-Gap ließ ihn über Nacht erhebliche Summen verlieren, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen. „Obwohl ich alle Strategien und Absicherungen drin gehabt hatte, die man nur haben kann“, erklärt er heute. Für viele Handwerksunternehmer ist die Börse der erste Gedanke beim Thema Vermögensaufbau. Doch Ogger erkannte zwei fundamentale Probleme: Erstens das Timing-Risiko – was, wenn die Märkte abstürzen, genau dann, wenn du das Geld brauchst? Zweitens die Sinnfrage: „Werte werden an der Börse nicht mehr geschaffen, sondern werden nur noch verteilt.“ Das morgendliche Sitzen am Computer, das Analysieren von Kurven und gleitenden Durchschnitten – anfangs spannend, wurde es zunehmend zu einer sinnentleerten Tätigkeit. Die Erkenntnis: An der Börse wird kein echter Wert geschaffen, sondern lediglich Geld umverteilt.

Die Walfisch-Analogie: Warum Kleinanleger im Nachteil sind

Um die Machtverhältnisse an der Börse zu verdeutlichen, nutzt Andreas Ogger eine einprägsame Analogie aus der Meereswelt: „Jeder, der an der Börse versucht, irgendwie mit seinem kleinen ETF und mit seiner Aktie hier und Telekom dort und Daimler ein bisschen mitzumischen, das ist ein winziger Hering, vielleicht sogar eher Krill.“ Die Nahrungskette geht weiter: größere Fische, dann Haie, Orcas – und schließlich die Walfische. Diese Walfische, die institutionellen Investoren und Großanleger, bestimmen das eigentliche Spiel. Sie machen die Spielregeln und bewegen mit ihren Transaktionen ganze Märkte. „Die wissen es so gut zu spielen, dass man nichts von ihnen mitkriegt“, erklärt Ogger. Für Handwerksunternehmer bedeutet das: Mit klassischen Börseninvestments spielst du in einer Liga, in der du strukturell im Nachteil bist. Das zyklische Auf und Ab der Börse über Jahrzehnte ist dokumentiert – doch als Kleinanleger hast du kaum Einfluss darauf. Die vermeintliche Selbstbestimmung ist oft eine Illusion.

„Werte werden an der Börse nicht mehr geschaffen, sondern werden nur noch verteilt. Dieses Sinn entleerte, morgen Vorbörsliche am Computer sitzen und irgendwie meine Werte und meine gleitenden Durchschnitte durchgehen und kaufen und verkaufen. Boah, es hat am Anfang Spaß gemacht. Aber für einen Vermögensaufbau, der mich zeitlich nicht verpflichten sollte, war es für mich dann unmöglich.“

— Andreas Ogger

Das Klumpenrisiko im eigenen Unternehmen: Ein unterschätztes Problem

Viele erfolgreiche Handwerksunternehmer haben ihr gesamtes Vermögen in ihrem eigenen Betrieb gebunden – ein klassisches Klumpenrisiko, das oft unterschätzt wird. Du investierst nicht nur deine Arbeitszeit, sondern auch dein gesamtes Kapital in ein einziges Asset: dein Unternehmen. Was passiert bei Krankheit, Marktveränderungen oder wenn die Nachfolge nicht geregelt werden kann? Andreas Ogger erkannte nach seinen Börsenerfahrungen, dass echte Diversifikation bedeutet, in verschiedene Anlageklassen zu investieren, die unabhängig vom eigenen Unternehmen funktionieren. Dabei geht es nicht darum, das eigene Geschäft zu vernachlässigen, sondern darum, parallel Vermögen aufzubauen, das für dich arbeitet – ohne dass du täglich operativ eingreifen musst. Die Lösung liegt in Investments, die echte Wertschöpfung generieren, statt nur Geld umzuverteilen. Für Handwerksunternehmer mit begrenzter Zeit ist es entscheidend, Anlageformen zu finden, die nicht ständige Aufmerksamkeit erfordern, aber dennoch solide Renditen bei überschaubarem Risiko bieten.

Alternative Investments: Infrastruktur, Immobilien und Agrikultur

Nach seinen Erfahrungen entwickelte Andreas Ogger die „Wohlstandsbildner-Strategie“, die auf drei Säulen basiert: Infrastruktur, Immobilien und Agrikultur. Diese Anlageklassen haben gemeinsam, dass sie vor der Börse stattfinden – dort, wo echte Werte geschaffen werden. Infrastruktur-Investments können beispielsweise Beteiligungen an Energieprojekten, Logistikzentren oder Telekommunikationsnetzen sein. Immobilien bieten nicht nur Wohnraum, sondern auch gewerbliche Flächen, Pflegeimmobilien oder Spezialimmobilien. Agrikultur umfasst landwirtschaftliche Flächen, Forstprojekte oder nachhaltige Lebensmittelproduktion. Der entscheidende Vorteil für Handwerksunternehmer: Diese Investments sind weniger volatil als Börsenanlagen, generieren oft stabile Cashflows und erfordern nach der initialen Entscheidung wenig laufenden Zeitaufwand. Zudem partizipierst du an realer Wertschöpfung – es werden Güter produziert, Dienstleistungen erbracht, echte Bedürfnisse befriedigt. Diese Investments sind nicht für jeden zugänglich und erfordern oft höhere Mindestanlagesummen, bieten dafür aber Zugang zu Anlageklassen, die institutionellen Investoren vorbehalten waren.

Einstieg und Zeitaufwand: Was erfolgreiche Unternehmer wissen müssen

Die entscheidende Frage für jeden vielbeschäftigten Handwerksunternehmer: Wie viel Zeit kostet mich das? Andreas Ogger hat seinen Ansatz bewusst so entwickelt, dass nach der initialen Investitionsentscheidung minimaler Zeitaufwand erforderlich ist. Anders als beim aktiven Trading oder der Verwaltung von Einzelimmobilien, wo du ständig Entscheidungen treffen musst, funktionieren alternative Investments oft über professionelle Strukturen. Die Einstiegshürden sind allerdings höher als bei klassischen Börseninvestments – sowohl finanziell als auch in Bezug auf das erforderliche Wissen. Typische Mindestanlagesummen beginnen oft im sechsstelligen Bereich. Dafür erhältst du Zugang zu Investments, die echte Diversifikation bieten und nicht mit deinem Unternehmen korrelieren. Der Zeitaufwand beschränkt sich auf die initiale Due Diligence, die Auswahl geeigneter Partner und regelmäßige Reviews – nicht auf tägliches Monitoring. Für Handwerksunternehmer, die bereits erfolgreich ein Team aufgebaut haben und verstehen, wie Delegation funktioniert, ist dieser Ansatz ideal: Du investierst in professionell gemanagte Strukturen, die für dich arbeiten.

  1. Zeit gegen Geld ist keine langfristige Strategie: Auch als erfolgreicher Handwerksunternehmer kommst du an den Punkt, wo persönliche Arbeitszeit der limitierende Faktor wird. Vermögensaufbau muss unabhängig von deiner aktiven Arbeitszeit funktionieren.
  2. Finanzbildung ist kein Luxus, sondern Pflicht: Bevor du investierst, solltest du dir die Frage stellen: „Gibt es für Geld auch einen Führerschein?“ Investieren ohne fundiertes Wissen kann teuer werden – egal wie erfolgreich du in deinem Handwerk bist.
  3. Die Börse verteilt Geld, schafft aber keine Werte: Echte Wertschöpfung findet vor der Börse statt. Als Unternehmer solltest du in Anlageklassen investieren, die reale Güter produzieren oder Dienstleistungen erbringen, nicht nur Geld umverteilen.
  4. Klumpenrisiko im eigenen Unternehmen erkennen: Viele Handwerksunternehmer haben ihr gesamtes Vermögen im eigenen Betrieb gebunden. Echte Diversifikation bedeutet, in Anlageklassen zu investieren, die unabhängig von deinem Unternehmen funktionieren.
  5. Alternative Investments bieten institutionelle Vorteile: Infrastruktur, Immobilien und Agrikultur sind Anlageklassen, die stabile Cashflows generieren, weniger volatil sind und nach der initialen Entscheidung wenig laufenden Zeitaufwand erfordern.
  6. Höhere Einstiegshürden bedeuten weniger Konkurrenz: Investments mit Mindestanlagesummen im sechsstelligen Bereich sind nicht für jeden zugänglich – genau das macht sie für erfolgreiche Unternehmer attraktiv, die echte Diversifikation suchen.
  7. Professionelle Strukturen nutzen statt selbst managen: Als Unternehmer verstehst du Delegation. Nutze dieses Prinzip auch beim Investieren: Investiere in professionell gemanagte Strukturen statt selbst täglich Entscheidungen treffen zu müssen.

Andreas Oggers Tipp für Handwerksunternehmer:

„Stell dir vor jedem Investment die Frage: Wird hier echter Wert geschaffen oder nur Geld umverteilt? Investiere dort, wo echte Wertschöpfung stattfindet – in Infrastruktur, Immobilien oder Agrikultur. Und vor allem: Hol dir den ‚Führerschein‘ für Geld, bevor du größere Summen investierst. Die teuerste Ausbildung ist die durch Verluste.“

Mehr zur Wohlstandsbildner-Welt: Dreh- und Angelpunkt ist die Website. Speziell die Investorenausbildung dient als Eintrittskarte in die Investorengemeinschaft: wohlstandsbildner.de/investorenausbildung

Weiterführende Informationen und Ressourcen

Andreas Ogger teilt sein Wissen regelmäßig in seinem Podcast „Wohlstandsbildner“, der bereits über 140 Folgen umfasst. Dort geht er detailliert auf verschiedene alternative Investmentmöglichkeiten ein und interviewt Experten aus den Bereichen Infrastruktur, Immobilien und Agrikultur. Für Handwerksunternehmer, die tiefer in das Thema einsteigen möchten, bietet er auch Seminare an, in denen die Grundlagen alternativer Investments vermittelt werden.

Wenn du keine Folge des Bauimpulse-Podcasts verpassen möchtest, melde dich unter bauimpulse.digital/community an. Jeden Freitag erhältst du eine Zusammenfassung der aktuellen Folge mit allen wichtigen Kapiteln und Takeaways direkt in dein E-Mail-Postfach.

Podcast: Bauimpulse – Episode 170

Gast: Andreas Ogger

Thema: Alternative Investments für erfolgreiche Handwerksunternehmer

Dauer: Ca. 40 Minuten

Häufige Fragen

Du verdienst gut mit deinem Handwerksbetrieb – aber wie bringst du dein Geld sinnvoll an, ohne es in die Börse zu werfen?

Das ist die zentrale Frage! Andreas Ogger zeigt dir, dass echte Wertschöpfung nicht an der Börse stattfindet, sondern in Infrastruktur, Immobilien und Agrikultur. Als Handwerker kennst du bereits den Wert echter Arbeit – nutze dieses Wissen auch bei deinen Investitionen. Die sogenannte Wohlstandsbildner-Strategie konzentriert sich auf Bereiche, wo tatsächlich Werte entstehen, nicht nur umverteilt werden.

Ich habe mein ganzes Vermögen in meinen Betrieb gesteckt – ist das nicht extrem riskant?

Ja, das ist das klassische Klumpenrisiko, das viele erfolgreiche Handwerker haben. Du brauchst eine Diversifikation deines Vermögens, um nicht alles auf eine Karte zu setzen. Andreas Ogger hat genau diese Situation erlebt und zeigt dir, wie du parallel zu deinem Betrieb alternative Einkommensquellen aufbaust – ohne dabei dein Kerngeschäft zu vernachlässigen. Das ist der Schlüssel zur echten Sicherheit.

Brauche ich Millionen, um in alternative Investments wie Immobilien oder Infrastruktur zu investieren?

Nein, nicht unbedingt. Es gibt verschiedene Einstiegshürden und Möglichkeiten, je nach deinem Budget. Wichtiger ist, dass du verstehst, wie globale Wertschöpfungsketten funktionieren und wo du sinnvoll einsteigen kannst. Andreas Ogger erklärt dir, welche Investitionen auch mit kleinerem Kapital möglich sind und wie du schrittweise aufbaust – ähnlich wie du deinen Handwerksbetrieb aufgebaut hast.

Ich habe keine Zeit für komplizierte Investitionen – ich arbeite bereits 50+ Stunden pro Woche!

Das verstehe ich. Andreas Ogger war in der gleichen Situation: 15-Stunden-Tage zwischen Musik und Therapie. Der Punkt ist, dass du nicht ständig Zeit investieren musst, wenn du richtig investierst. Es geht darum, dein Geld für dich arbeiten zu lassen, nicht umgekehrt. Die richtige Strategie spart dir Zeit und schafft dir finanzielle Freiheit – ohne dass du zum Börsen-Profi werden musst.

Ich bin skeptisch gegenüber der Börse – zu viel Risiko und zu wenig echte Wertschöpfung. Gibt es Alternativen?

Genau das ist Andreas Oggers Kernbotschaft! Die Börse ist eine Geldumverteilungsmaschine – es werden dort keine neuen Werte geschaffen. Stattdessen konzentriert er sich auf Infrastruktur, Immobilien und Agrikultur, wo echte Wertschöpfung stattfindet. Diese Bereiche sind für Handwerker oft verständlicher, weil du dort mit echten, greifbaren Projekten arbeitest – ähnlich wie in deinem Betrieb.

Wie fange ich konkret an, wenn ich bisher nur mein Handwerk kenne und nichts von Finanzen verstehe?

Andreas Ogger sagt: Du brauchst einen ‚Führerschein‘ für Geld, bevor du investierst. Das bedeutet, du musst die Grundlagen verstehen – nicht um Börsen-Experte zu werden, sondern um bewusste Entscheidungen zu treffen. Er bietet Seminare und Ressourcen an, die speziell für Unternehmer wie dich entwickelt wurden. Der erste Schritt ist, dich zu informieren und dann schrittweise zu handeln – nicht blind zu investieren wie er es anfangs tat.

 

 

 

 

 

 

 

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"Bei Achim wusste ich gleich, dass ich viele Gleichgesinnte treffe!"
Hans-Jörg Stöcker -  Wittmann Bau GmbH

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