Im Handwerksbetrieb zählt jede Minute – und doch entscheidet oft nicht nur das handwerkliche Können, sondern auch, wie klar und überzeugend du dich ausdrückst. Gerade in stressigen Situationen, bei Mitarbeiterbesprechungen oder Kundengesprächen schleichen sich schnell Füllwörter und Unsicherheiten ein. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Überzeugungskraft. Wer souverän kommuniziert, verschafft sich Gehör, vermeidet Missverständnisse und stärkt das Vertrauen im Team. In diesem Artikel erfährst du, wie du typische Kommunikationsfallen erkennst, Füllwörter reduzierst und mit gezielten Pausen mehr Wirkung erzielst – ohne dich zu verbiegen oder künstlich zu wirken. Die Tipps sind direkt aus der Praxis und lassen sich sofort im Alltag umsetzen.
Viele Handwerkschefs kennen das: Im Alltag läuft die Kommunikation meist rund, doch sobald es stressig wird oder ein wichtiges Gespräch ansteht, übernimmt der „stimmliche Autopilot“. Plötzlich schleichen sich Füllwörter ein, die Stimme wird unsicher oder zu laut. Das liegt daran, dass wir in solchen Momenten auf eingeübte Muster zurückgreifen – oft unbewusst. Der erste Schritt zu souveräner Kommunikation ist, diese Automatismen zu erkennen. Nimm dir bewusst Zeit, nach wichtigen Gesprächen oder Präsentationen kurz zu reflektieren: Wie hast du gesprochen? Wo bist du ins Stocken geraten? Schon diese kleine Selbstbeobachtung hilft, den Autopiloten auszubremsen und gezielter zu steuern.
Kommunikationsfähigkeit ist eine Future Skill und ein echter Wettbewerbsvorteil – gerade im Handwerk.
Jutta Talley
Füllwörter wie „äh“, „hm“ oder „sozusagen“ schleichen sich oft ein, wenn wir nachdenken oder unsicher sind. Sie sind nicht grundsätzlich schlecht, doch in großer Häufung wirken sie unsouverän und lenken vom Inhalt ab. Häufig übernehmen wir diese Angewohnheiten aus unserem Umfeld oder von Vorbildern. Der Schlüssel liegt darin, Füllwörter nicht komplett zu verbannen, sondern sie bewusst zu reduzieren. Das gelingt am besten, wenn du dir deiner eigenen Sprechweise bewusst wirst – zum Beispiel durch das Anhören von Aufnahmen deiner Gespräche oder Präsentationen. Schon kleine Veränderungen, wie das Verkürzen von Sätzen oder das bewusste Setzen von Pausen, helfen, Füllwörter zu minimieren.
Es ist nicht das Ziel, Füllwörter komplett wegzulassen, aber sie bewusst zu reduzieren, macht dich souveräner.
Jutta Talley
Viele versuchen, in kurzer Zeit möglichst viele Informationen unterzubringen. Doch das führt oft zu langen Sätzen, Hektik und eben zu Füllwörtern. Die Lösung: Mach bewusst Pausen. Sie geben dir Zeit zum Nachdenken und deinen Zuhörern die Möglichkeit, das Gesagte zu verarbeiten. Gerade in Besprechungen oder bei Anweisungen auf der Baustelle sorgt eine kurze Pause dafür, dass deine Botschaft ankommt und hängen bleibt. Trau dich, nach einem wichtigen Punkt einfach mal kurz zu schweigen und zu atmen – das wirkt souverän und gibt deinem Gegenüber Raum.
Die Sprechpausen sind die Momente, wo die anderen sich ein eigenes Bild machen können, wo die Inhalte sacken können.
Jutta Talley
Spontanität ist wichtig, aber gerade bei wichtigen Gesprächen oder Präsentationen lohnt sich eine kurze Vorbereitung. Überlege dir vorab: Was ist meine Kernbotschaft? Was sollen die anderen mitnehmen? Wer sich diese Fragen stellt, spricht strukturierter und kommt schneller auf den Punkt. Das reduziert nicht nur Füllwörter, sondern sorgt auch dafür, dass deine Argumente besser im Gedächtnis bleiben. Weniger Themen, klarer Fokus – das ist oft wirkungsvoller als ein Redeschwall voller Details.
Weniger ist oft mehr – gerade, wenn wir mit Menschen kommunizieren und wirklich überzeugen wollen.
Jutta Talley
Die richtige Atmung ist ein oft unterschätztes Werkzeug für klare Kommunikation. Wer in stressigen Situationen flach atmet, spricht schneller, verliert an Kraft und setzt mehr Füllwörter ein. Bewusstes Atmen – vor allem in den Pausen – hilft, die Stimme zu kontrollieren und ruhig zu bleiben. Eine einfache Übung: Atme vor dem nächsten Gespräch oder Meeting ein paar Mal tief durch und sprich erst dann los. Das gibt dir mehr Präsenz und sorgt dafür, dass du auch in hitzigen Momenten die Kontrolle behältst.
Im Handwerk entscheidet nicht nur die fachliche Qualität, sondern auch, wie im Team und mit Kunden gesprochen wird. Wer souverän kommuniziert, schafft Vertrauen, löst Konflikte schneller und hebt sich von der Konkurrenz ab. Kommunikationsfähigkeit ist längst eine Schlüsselkompetenz – und wird in Zeiten von Fachkräftemangel und steigendem Wettbewerbsdruck immer wichtiger. Investiere bewusst in deine eigene Kommunikation und fördere diese Fähigkeit auch bei deinen Mitarbeitenden. Schon kleine Veränderungen im Alltag können große Wirkung zeigen.
Überzeugende Kommunikation ist kein Hexenwerk, sondern das Ergebnis bewusster Entscheidungen: Füllwörter reduzieren, Pausen setzen, klare Ziele formulieren und die eigene Stimme gezielt einsetzen. Wer sich diese Fähigkeiten aneignet, gewinnt an Souveränität und verschafft sich Gehör – bei Mitarbeitern, Kunden und Partnern. Nimm dir regelmäßig Zeit, deine Kommunikation zu reflektieren und kleine Veränderungen auszuprobieren. So stärkst du nicht nur deine Führungskompetenz, sondern auch das Miteinander im Betrieb.
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Nimm dir vor deinem nächsten wichtigen Gespräch bewusst Zeit, um deine Kernbotschaft zu formulieren und übe, gezielt Pausen zu setzen – so wirkst du souveräner und überzeugst dein Gegenüber leichter.
In dieser Episode werden praktische Tipps zur Führung und Entwicklung von Mitarbeitern in Handwerksbetrieben vorgestellt, insbesondere zur Einführung einer dritten Führungsebene und zur Etablierung von Qualitätsstandards.
Du solltest zunächst geeignete Mitarbeiter identifizieren und sie schrittweise mit Führungsaufgaben betrauen. Wichtig ist, klare Verantwortungsbereiche zu definieren und regelmäßiges Feedback zu geben, damit sie in ihre Rolle hineinwachsen können.
Fokussiere dich auf Standards, die direkt die Kundenzufriedenheit beeinflussen: sauberes Arbeiten, pünktliche Fertigstellung, transparente Kommunikation und einheitliche Dokumentation. Diese Standards sollten schriftlich festgehalten und regelmäßig mit dem Team besprochen werden.
Zufriedene und gut geführte Mitarbeiter arbeiten präziser, kommunizieren besser mit Kunden und repräsentieren dein Unternehmen positiver. Dies führt zu weniger Reklamationen, mehr Weiterempfehlungen und letztlich zu einer stärkeren Kundenbindung und höheren Umsätzen.
"Bei Achim wusste ich gleich, dass ich viele Gleichgesinnte treffe!"
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